Composition, 1924

Composition
1924
Öl auf Hartfaserplatte
33,5 x 23 cm

In diesem Werk von André Evard vollzieht der Künstler die komplette Auflösung des Gegenständlichen hin zur reinen Abstraktion, was die konstruktive Strenge späterer Werke vorausahnen lässt.

Prägend für diese Stilentwicklung war vermutlich Evards vermehrte Reisen in die Künstlerhochburg Paris, wo ihn vor allem die abstrakte Malerei, besonders der Kubismus, geprägt haben. Dies war der Beginn einer neuen, komplett abstrakten, konstruktivistischen Formensprache im Œuvre des Malers. Ein spannendes Beispiel für diese künstlerische Entwicklung ist das in neutralen Braun-Grau-Weißtönen gestaltete Werk „Composition“, das vollständig aus geometrischen Formen und Linien aufgebaut ist. Das Ordnungssystem ergibt sich aus dem Teilungsverhältnis des goldenen Schnitts und lässt die Bildkomposition wie ein ornamentales Muster aus Rauten und Dreiecken wirken, wohingegen die rotierenden Scheiben den Betrachter an die Arbeiten Delaunays denken lassen.