Frühlingserwachen, 1958

FRÜHLINGSERWACHEN
1958
Öl auf Hartfaserplatte
63 x 46,5 cm

André Evard, der Schweizer Künstler, zeigt uns in diesem Werk eine Landschaftsdarstellung in milden, teilweise fast pastellartigen, aber naturalistischen Tönen. Wie in vielen seiner Werke kreiert der Künstler hier einen Tiefenraum, beginnend mit dem Vordergrund, wo ein gelber Weg den Betrachter ins Bild hineinführt und der sich jedoch schnell in einer grünen Wiese verliert.

Die Grüntöne sind dabei unterschiedlich nuanciert und reichen von einem sehr hellen Ton bis zu einem fast schwarzen Grünton, der als einziger mit einem pastosen Pinselduktus dick aufgetragen wurde. Die Fläche reicht bis in den Hintergrund, wo sie zu einer grün bewachsenen Bergkette wird und über die der Maler mit wenigen Pinselstrichen und feinem Duktus Vögel entstehen und fliegen lässt.

Im Fokus stehen in diesem Ölgemälde fünf symmetrisch in der Bildmitte angeordnete Bäume, deren dicke, rosa Blüten in ihrer Form an Pfingstrosen erinnern. Zwei davon bilden die Vorhut und sind perspektivisch auch größer und ihre Blüten intensiver und detailreicher dargestellt.

Die dünnen, schwarzen Stämme heben sich in ihrer gezackten Form deutlich vor dem vorwiegend hellen Hintergrund ab, der uns weiße Wolken an einem freundlichen Frühlingstag zeigt. In der oberen Bildmitte ist in einer kleinen, abstrakten Form das Blau des Himmels zu sehen.

Das Bild ist in seiner Gesamtheit kompositorisch symmetrisch aufgebaut. Das Werk André Evards ließe sich in zwei fast deckungsgleiche Hälften zerteilen. Der Künstler lässt mit Öl auf Leinwand und mit seiner ganz eigenen vielschichtigen Formen- und Farbensprache den Frühling und das Leben erwachen und zeigt uns regelrecht die Blüte der Natur.