Stillleben

Ausschlaggebend für das Interesse André Evards an der Gattung des Stilllebens ist die 1916 ausgeführte Ausstellung in der großen Halle der Hauptpost in La-Chaux-des-Fonds. Die Organisatoren sind Madeleine Woog, Charles Humbert, Philippe Zysset und Lucien Schwob. Ihre Werke begründen einen Wandel in der künstlerischen Arbeit Evards und er widmet sich von nun an auch Stillleben-Motiven und Innenräumen. Oft fokussiert er sich dabei auf ein bestimmtes Element und rückt dieses nahe an den Betrachter heran. Dabei gibt er eine gewisse Naturtreue und räumliche Perspektive nie ganz auf, denn bei aller Abstraktion ist diese für ihn als Künstler unverzichtbar. Evards Werk ist hinsichtlich der stilistischen Ausprägung ungemein vielfältig und zeugt von einer regen Auseinandersetzung des Künstlers mit zeitgleichen Tendenzen und Strömungen in der Kunst. Oft greift er vielen späteren Entwicklungen voraus, verarbeitet all diese Anregungen und kreiert dadurch einen ihm eigen, sich ständig weiter entwickelnden Stil, dessen unmittelbare Kraft und Expressivität aus jedem seiner Werke spricht.