Totenkopf mit Kerze, 1917

TOTENKOPF MIT KERZE
1917
Öl auf Karton
35 x 35 cm

Zu Zeiten des Ersten Weltkrieges setzt Evard einige Ölgemälde in für ihn sehr malerischen und klassischeren Malmanier um. Dabei verarbeitet er in sehr dunklen Tönen die Schrecken und Grausamkeiten des Krieges. Ein Beispiel hierfür ist ein eindringliches Vanitasstillleben aus dem Jahre 1917.

Es ist als Metapher für die Vergänglichkeit alles Weltlichen zu verstehen, was mit dem Totenkopf, den verwelkten roten Blumen und der abgebrannten Kerze symbolisiert wird. Ein schwerer, samtig-grüner Vorhang gibt zudem den Blick auf ein Hinterzimmer frei, in dem drei geisterhaften Wesen tanzen.

Den oberen, linken Bildrand hat Evard in roter Schrift mit „Louvrier“ (Arbeiter) signiert. Wie bekannt ist, verwendete der Künstler dieses Pseudonym zwischen 1912 und 1919 und ist als gesellschaftspolitische Aussage zu verstehen.